Was ist cimoio? Ein TMS – LMS – LXP?

Viele Kürzel sind im Internet zu lesen , aber was bedeuten die dahinter stehenden Begriffe eigentlich?

Da gibt es zuerst die Antwort, was die Begriffe in der Fachliteratur und wissenschaftlichen Abhandlungen bedeuten. Und als zweites die Antwort, was sie im Umgangssprachlichen inzwischen für eine Bedeutung angenommen haben.

Die Abweichungen machen es manchmal etwas schwer, sicherzustellen, dass Kunden und Lieferanten von der selben Sache sprechen – im Fall der Lieferanten ist diese Begriffs-Unklarheit oft auch gewollt, weil sie sich davon im Vertrieb versprechen mit kleinem Umfang aber großem Begriff Kunden für sich gewinnen zu können.

Im Folgenden erklären wir gerne unsere Sicht auf diese Begriffe. Diese mag sich nicht eins zu eins mit dem Verständnis aller unserer Leser:innen decken – wir sind an der Stelle für den Dialog offen.

Nach mehr als zwanzig Jahren Erfahrung der STL GmbH und unserem langjährigen Engagement in Projekten unserer Kunden sind wir allerdings sicher, dass diese Definitionen durchaus valide sind.

Trainingsmanagementsystem (TMS)

Dieser Begriff meint im ursprünglichen Sinne Systeme, in denen Daten zu Trainings verwaltet werden. Vom Trainingsprodukt über die Veranstaltung mit Trainer und Ort bis zu den Buchungen der Teilnehmer und deren Teilnahme – also ob erfolgreich oder nicht. Dabei sind vorrangig Präsenztrainings gemeint gewesen, aber digitale Lernformen nicht explizit ausgeschlossen. Trainingssysteme sind sehr nah verwandt mit Veranstaltungssystemen der Hotel- und Messebranche, wo es immer um Termine, Orte/Räume und Ausstattung geht.

Daher stammt auch die weitergehende Bezeichnung Training Resource Management System, die auf den besonderen Stellenwert der Ressourcenverwaltung (Trainer, Räume und technisches Equipment) im Kontext von Präsenztrainings hinweist.

Ein TMS hat seinen Fokus daher auch im Normalfall auf den administrativen Prozessen, die notwendig sind, um (Präsenz-)Trainings zu organisieren und auch logistisch die benötigten Ressourcen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zusammenzuführen.

Die Nutzung des Begriffs Trainingsmanagementsystem ist im deutschsprachigen Raum inzwischen weitgehend verdrängt worden vom englischen Begriff „LMS“ – dem „Learningmanagementsystem“.

Seminarverwaltung

Dieser Begriff ist im deutschen Sprachraum durchaus noch in Gebrauch und bezeichnet – ähnlich unscharf wie Trainingsmanagement und LMS – ein System zur Verwaltung von Seminaren. Wobei in der Kommunikation mit Kunden im Hinblick auf das Wort „Seminar“ schnell Absprachen getroffen werden, was damit gemeint ist: die strukturelle Idee eines Trainings – bei uns Produkt genannt – oder die konkrete Durchführung – bei uns Veranstaltung genannt. Denn es gibt für das Wort Seminar durchaus unterschiedliche Bezüge, die noch dazu regional gefärbt sein können durch Dialekte.

Letzendlich bezeichnet es aber ein System zur Verwaltung von Seminaren, egal auf welcher Ebene. Weniger als ein Trainings(ressourcen)managementsystem wird dabei aber klar, welche Funktionsumfänge damit beschrieben werden.

Learning Management System (LMS)

Der Begriff Learning Management System – zu deutsch: Lernplattform – ist aus der Entwicklung von eLearnings bzw. web-based Trainings (WBTs) entstanden; also aus dem Aufkommen von digitalen Lernelementen im Zuge fortschreitender Digitalisierung. Dabei ist egal, ob es sich bei einem Lernartefakt um ein Video, Dokumente wie PDFs oder Lerneinheiten in einem technischen Format wie SCORM handelt. Denn ihnen ist gemeinsam, dass sie nur einmal bereitgestellt werden brauchen und dann ortsunabhängig in beliebiger Häufigkeit immer gleich für jeden Teilnehmer vorhanden sind.

Das macht einen großen Unterschied zu Präsenztrainings aus, für die mindestens die Ressourcen Trainer und Raum bereitgestellt werden müssen und eventuell weiteres Equipment benötigt wird. Außerdem müssen sich die Teilnehmer zum Training hinbewegen.

Daraus folgt, dass ein LMS sich vorrangig um die Prozesse zur Auslieferung eines digitalen Inhalts kümmert, für die logistisch nur sichergestellt sein muss, dass es für Lernende über entsprechende digitale Kanäle zugänglich sein muss. Die logistischen Fragen und administrativen Prozesse zur Planung einer Präsenzveranstaltung sind zweitrangig.

Da ein LMS mit wenig technischem Zusatz-Aufwand bis zu einem gewissen Grad an die administrativen Bedürfnisse von Personen oder Unternehmen mit Präsenztrainings angepasst werden kann, hat der Begriff LMS begonnen, den Begriff TMS abzulösen. Denn obwohl die Anforderungen sich voneinander unterscheiden, sorgen die großflächigen Überlappungen dafür, dass im Marketing der Unterschied wenig betont wird. Die technischen Herausforderungen für ein LMS liegen niedriger, als die für ein TMS. Daraus erklärt sich auch die große Anzahl an LMS-Anbietern auf dem Weltmarkt.

Trotzdem sollte jeder Interessent für ein LMS gut prüfen, ob ein LMS wirklich die gesuchte Lösung ist oder eigentlich ein TMS benötigt wird.

Learning Experience Plattform (LXP)

Der Begriff „Learning Experience Platform“ ist relativ neu und beschreibt Lern-Plattformen, die neben dem Fokus auf die administrativen Aufgaben eines TMS oder die Auslieferung von vorrangig digitalen Inhalten aus einem LMS vor allem die User Experience der Lernenden im Auge hat. Die Theorie ist, dass – ähnlich zu digitalen Plattformen wie Amazon Prime oder Netflix oder Disney+ – der Kunde gefühlt im Modus „selbst-gesteuertes Lernen“ über einen Katalog sehr leicht zu digitalen Inhalten kommt.

Tatsächlich ist er aber oft in einem Teil-Modus „gesteuertes Lernen“ unterwegs, weil über seine aktuellen Skills, Lernverhalten, Position etc. sowie im Umfeld Corporate Learning durch Regeln der Personalentwicklung die LXP vorbestimmt, was sinnvoll oder notwendig für ihn ist.

Dem Vorteil einer positiven User Experience stehen alle Probleme einer Algorithmus-gesteuerten Logik gegenüber, die versucht aus Verhalten und Daten festzulegen, was dem Lernenden vorgeschlagen wird.

Eine LXP steht nicht in Konkurrenz zu einem TMS oder LMS sondern ist eine Art der Darstellung und je nach Eingriff mit Regeln auch User-Steuerung verstanden werden, wie Trainingsinhalte aus den administrativen Prozessen in TMS/LMS für den Endkunden aufbereitet werden.

Und was ist jetzt cimoio...?

cimoio ist sowohl als auch.

cimoio kann TMS – und Seminarverwaltung – auf höchstem Niveau: Sie können mit cimoio alle Prozesse rund um Präsenzveranstaltungen administrativ unterstützen und abwickeln. Details dazu lesen Sie hier.

cimoio kann LMS in Vollendung: Welche digitalen Inhalte auch immer Sie ihren Endkunden präsentieren möchten: wir liefern sie so aus, wie sie das möchten. Details dazu lesen Sie hier.

cimoio kann LXP: Angefangen bei der reinen Darstellung in ihrem CI, haben wir verschiedenen Zugangswege entwickelt, um ihren Endkunden den Weg zu Pflicht-Veranstaltungen und zu Wunsch-Trainings so leicht wie möglich zu machen. Details dazu lesen Sie hier.

Aber vor allem kann cimoio das alles gleichzeitig:
Das beste Beispiel dafür sind unsere Lernpläne, in denen die Präsenztrainings mit ihren digitalen Inhalten zusammenkommen zu einem komplexen Konstrukt, mit dem Sie beispielsweise ganze Ausbildungspläne abbilden können.

So weit das Basismodul reicht!

Hier finden Sie mehr Informationen zum Basismodul cimoio, welche Prozesse damit abgebildet werden und wie diese mit den Ausbaumodulen in Zusammenhang stehen.

Unsere Module zur Anpassung von cimoio

Hier finden Sie Beschreibungen der Module, mit denen Sie cimoio auf ihren Anwendungsfall anpassen können und so einen reibungslosen Trainingsprozess sicherstellen.

Die schönsten Portale, die wir bisher gestaltet haben

Corporate Identity & Employer Branding spielen in allen Projekten eine Rolle. Wer Trainings anbietet, möchte dabei auch seine Marke schön präsentieren
- dabei helfen unsere Portale.